Worauf du achten musst, wenn dein Kind Heuschnupfen hat

Die allermeisten von uns freuen sich, wenn der Winter vorbei ist und endlich wärmere Tage einkehren. Überall blüht und duftet es und die Sonne erhellt unsere Laune und steigert unseren Vitaminpegel. Doch nicht alle können den Frühling (und den Sommer) uneingeschränkt genießen. Die lästigen Symptome von Heuschnupfen sind alltäglicher Begleiter für Millionen Deutsche, mal schwächer und mal stärker ausgeprägt. Während manch einer nur hin und wieder niesen und sich die Augen wischen muss, leiden andere Menschen extrem unter Halsschmerzen, Schwellungen und schlimmstenfalls sogar Atemwegsbeschwerden.

Heuschnupfen

Kinder und Heuschnupfen

Von der Volkskrankheit bleiben leider auch die Kleinsten nicht verschont. Wenn Kinder betroffen sind, ist es natürlich immer schwieriger, die richtige Diagnose zu treffen und die dementsprechende Behandlung einzuleiten, da sie ihre Beschwerden nicht präzise in Worte fassen können. In Deutschland sind knapp 9 % Prozent der Kinder und Jugendlichen von saisonalen Allergien bzw. Heuschnupfen betroffen. Je älter das Kind, desto häufiger tritt eine solche Allergie auf. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung für Kinder, deren Eltern bereits darunter leiden. Wenn Symptome vorliegen, die auf eine Pollenallergie schließen lassen, wird häufig ein sogenannter Pricktest durchgeführt, um herauszufinden, auf welche Pollenarten das Kind reagiert. Hierzu werden geringste Mengen des Allergens in die Haut gepiekt und anhand der Reaktion (Schwellung, Rötung, Juckreiz) kann man erkennen, wogegen der Körper sich wehrt. Ist die Diagnose einmal von ärztlicher Seite gestellt, besteht deine Priorität natürlich darin, die Heuschnupfen-Symptome deines Kindes so weit wie möglich zu lindern.

Heuschnupfen, kinder

Was tun bei Allergie Symptomen

Gerade, wenn es um Kinder geht, greifen die meisten von uns sicher am liebsten zu natürlichen Heilmethoden. Wenn der Heuschnupfen deines Kindes nicht allzu stark ausgeprägt ist und keinerlei Auswirkungen auf die Atemwege hat, ist dagegen natürlich auch nichts einzuwenden. Zur Stärkung der Allergieabwehr ist Naturjoghurt genauso empfehlenswert wie Brennnesseltee – der Joghurt enthält ein bestimmtes Protein, welches das Immunsystem ankurbelt und die Abwehr anregt.

Auch rote Zwiebeln sind ein guter Tipp, da sie die Histaminausschüttung blockieren und so allergische Reaktionen mindern können. Apropos Histamine – diese sollten in der Ernährung auf ein Minimum reduziert werden. In besonders hohem Maße sind sie zum Beispiel in Käse, Fleisch- und Wurstwaren sowie Meeresfrüchten, Fisch und einigen Gemüsesorten vorhanden.

Gegen juckende und tränende Augen helfen übrigens solch einfache Hausmittel wie Kompressen aus Kamillentee oder Dampfinhalation (hierbei sollten gerade Kinder natürlich ständig beaufsichtigt werden). Und das Kratzen im Hals lässt sich mit ganz viel Flüssigkeitszufuhr (am besten natürlich Wasser und Kräutertees) mildern. Zusätzlich solltest du einige allgemeine Ratschläge befolgen, um dein Kind im Alltag möglichst wenigen Allergenen auszusetzen.

Dazu gehören Dinge wie häufiges Haarewaschen, Fenster tagsüber schließen, Überkleidung wie Jacken oder Westen am besten vor der Haustür ablegen und möglichst Zeit am Meer verbringen.

Wenn Hausmittel nicht mehr helfen

Oft ist die Allergie so stark ausgeprägt, dass Hausmittel alleine keine ausreichende Besserung verschaffen. Dann müssen spezielle Medikamente her, die sich im Fall von Allergien allgemein in drei Gruppen einteilen lassen: die Antihistaminika, die sogenannten Mastzellstabilisatoren sowie Kortisone. Erstere werden im Fall eines akuten Allergieanfalls angewendet, denn sie blockieren den symptomauslösenden Botenstoff Histamin und können so auch einer bereits begonnenen allergischen Reaktion entgegenwirken. Kortisone werden bei besonders stark ausgeprägten Allergien und im Falle von Atemwegsbeschwerden verabreicht.

Fazit

Allergien sind nicht schön, aber leider seit Jahren auf dem Vormarsch. Um insbesondere Kindern unnötiges Leid zu ersparen, solltest du dich mit Hausmitteln vertraut machen, die viele Heuschnupfen Symptome effektiv lindern können, auf allergiefreundliche Ernährung achten und einige Schritte im Alltag befolgen, die zur Symptomminderung beitragen können. Wenn nichts mehr geht, gibt es glücklicherweise leistungsstarke Medikamente, die selbst starken Allergikern in der Regel vollständige Linderung verschaffen.

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