Entwicklung ist ein Prozess ständiger Veränderung von der Geburt bis zum Tod eines Menschen. Das Hauptziel der Entwicklung ist der Erhalt des Lebens und das Überleben. Dafür müssen die Grundbedürfnisse wie Hunger, Durst und Sicherheit gestillt werden. Zunächst sind wir auf die Hilfe von Vater und Mutter angewiesen. Im Laufe der Zeit lernen wir unsere Bedürfnisse zunehmend selber zu stillen. Wir lernen zu laufen, alleine zu essen und zu gehen und passen uns immer neuen Umständen an. Das Leben erfordert immer wieder neue Anpassung an die dingliche, soziale und gesellschaftliche Umgebung. Entwicklung steht also nie still.

Die Entwicklungsprozesse des Menschen werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst, nämlich durch die Erbanlage, die Umwelt, die Wechselwirkung aus diesen beiden Faktoren und der Eigeninitiative.        

Die wichtigsten Entwicklungsschritte des Menschen seines Werdens  sind die körperliche, die kognitive, die emotionale, die moralische und die soziale Entwicklung. Diese Schritte laufen nicht hintereinander ab, sondern sind oft voneinander abhängig oder laufen parallel ab.

Die körperliche Entwicklung wird deutlich sichtbar, wenn ein Kleinkind mit ca. 9-12 Monaten lernt sich alleine aufzustellen und bald die ersten Schritte macht, schon bald kann es ohne jede Hilfe laufen.

Die kognitive Entwicklung , also die Entwicklung des Denkens, der Wahrnehmung und der Erkenntnis. Das Kind lernt mit Messer und Gabel zu essen. Zunächst wird dem Kind gezeigt, wie die Gabel zum Mund geführt wird, durch das Nachahmen und selber ausprobieren, wird es die Fähigkeit entwickeln selber zu essen.

Die emotionale Entwicklung beginnt bereits im Mutterleib. Emotionen der Mutter, positive wie negative übertragen sich auf das Ungeborene. Auch Geräusche von außen wirken sich auf die Emotionen aus. Nach der Geburt wird durch den Schutz der Mutter ein Netz geschaffen und es kann eine positive emotionale Entwicklung daraus resultieren.


Die soziale Entwicklung beginnt mit ca. 6 Monaten. Das Kleinkind lernt in dieser Zeit eine Beziehung zu Menschen aufzubauen und lernt gleichzeitig zu differenzieren.

Bei der moralische Entwicklung lernt das Kind zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Zur moralischen Entwicklung gehört die Empathie. Mit ca 2 Jahren, manchmal auch früher lernt das Kind sich in die Gefühlslage anderer hineinzuversetzen. Weint die Mutter oder ist sie traurig, so ist auch das Kind traurig aber auch umgekehrt freut sich die Mutter, freut sich das Kind. Die moralische Entwicklung erfolgt allerdings etwas später, denn Moral und Werte werden Kindern auch vorgelebt.

Insgesamt bin ich der Meinung, dass alle Entwicklungsschritte für ein Kind von großer Bedeutung ist. Damit alle Entwicklungsschritte  positiv verlaufen ist Liebe, Geborgenheit, Zuneigung und Vertrauen von allergrößter Bedeutung. Nur wenn diese Eigenschaften gegeben sind, kann sich ein Kind in allen Bereichen gut entwickeln. 

Das Stufenmodell

ProContra
In der Theorie leicht verständlichKinder entwickeln sich in unterschiedlichem Tempo
Übersichtlich und logischIndividualität wird außer Acht gelassen
Auch für den Laien verständlichEntwicklung ist von Faktoren wie Erbanlagen, Umwelt und Eigeninitiative abhängig
Anerkannt und modernNur kognitive Entwicklung wird berücksichtigt 
Gut in die Praxis übertragbarVeränderungen finden allmählich statt und können schleichend stattfinden
Schematisch aufgebautKeine eindeutigen Trennungen der Stufen
 Kind wird schnell als nicht normal eingestuft

Die Stufenmodelle dienen als Anhaltspunkt in der Entwicklung eines Menschen. Hier geht man davon aus, dass Entwicklung in miteinander zusammenhängenden Phasen, Stufen oder Stadien ablaufen. Das wahrscheinlich bekannteste Modell, ist das Stufenmodell von Piaget. Dieses Stufenmodell ist sehr schematisch aufgebaut.  Es ist leicht in der Praxis anwendbar, da es in der Theorie leicht verständlich ist und somit auch für den  Laien interessant. Positiv zu bewerten ist auch, dass man eine Tendenz in der Entwicklung erkennen kann, zum Beispiel was kann das Kind mit ca.6 Monaten. Sie sind logisch und übersichtlich strukturiert und allgemein anerkannt.

Allerdings gibt es auch einige Nachteile. Kinder entwickeln sich in einem unterschiedlichen Tempo, jedes Kind hat eine andere Erbanlage, andere Umweltbedingungen  oder entwickelt eine unterschiedliche Eigeninitiative. Hier wird die Individualität völlig außer Acht gelassen und die Entwicklung des Kindes über einen Kamm geschoren. Das Kind wird schnell als nicht “normal“ abgestempelt, wenn es noch nicht das kann was erwartet wird. Zum anderen findet keine eindeutige Trennung der einzelnen Stufen statt. Entwicklung verläuft schleichend und allmählich. Als letztes Argument gegen das Stufenmodell spricht, dass hier nur die kognitive Entwicklung des Kindes bewertet wird.

Jean Piagets Stufenmodell der kognitiven Entwicklung in der Pädagogik: Wichtige Erkenntnisse für die Erziehung

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(c) Wampelredaktion

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